Meine liebe Susan hat für uns Ferien in der Lüneburger Heide geplant und in der lieblichen Pension Ingrid in Schneverdingen gebucht, mit abschliessenden Tagen in Hamburg und Köln. Viel Natur, Ruhe, feines Essen, Zusammensein, Städtebummel, einmalig schönes Musical und eine interessante Stadtführung.

Liebe Susan, dafür sage ich dir herzlich Danke.

 

Lüneburger Heide

Die Heide während der Blüte zu erleben, das war mein Wunsch. Das wäre von Mitte August bis Mitte September. Leider war es dieses Jahr zu trocken. Viele der tausenden von Erika-Sträuchern sind vertrocknet oder waren schon verblüht. Was noch geblüht hat, lässt erahnen, welches Farbenmeer möglich wäre und vielleicht nächstes Jahr wieder bestaunt werden kann.

Schneverdingen, ein erster Tag in der Heide. 

Die gebuchte Führung im Pietzmoor ist abgesagt. Wir wollen das Hochmoor trotzdem erleben. Der Weg dorthin ist länger als gedacht. Unterwegs besichtigen wir eine Kirche mit schlichter, aber eindrücklicher Architektur. Die Infotafel beim Eine-Welt-Beet ermahnt dazu, der Schöpfung Sorge zu tragen. Das tun wir. Das Pietzmoor ist geprägt durch auffällig rechteckige Teiche, die durch den Torfabbau entstanden sind. Heute steht das Hochmoor unter Schutz und stabile Holzstege ermöglichen, die stille Landschaft trockenen Fusses auf sich wirken zu lassen. Nach zwei Stunden steht uns der Sinn nach Kaffee und Kuchen und das gibt es hier im urgemütlichen Restaurant "Schäferhof". Die Stimmung auf der Sonnenterrasse gäbe ein Umschlagbild für das Magazin "Landleben".

Einen halben Tag habe ich eine Heidschnuckenherde begleitet, bis zum abendlichen Eintrieb in den grossen Stall. 200 Tiere; Ziegen und Schafe. Zwei Hunde und ein Hirte. Ich habe gefragt, ob ich fotografieren darf. Ein schönes Erlebnis. Ich bin glücklich zu "unserer" Pension zurückgekehrt, nicht ohne bei einem Hobby-Imker unterwegs noch Heidehonig zu kaufen.

Susan legt heute einen Ruhetag ein und ich plane eine längere Wanderung

Der Heide-Shuttle Ring 4 bringt mich nach Oberhaverbeck. Sightseeing durch Dörfer und Landschaft, eine gute Stunde Fahrzeit. Die all-morgentliche Diaschau auf dem Monitor im Frühstücksraum hat schöne Bilder der Gegend "Turmberg" und "Totengrund" gezeigt. Die lassen mich nicht in Ruhe. Also laufe ich los. Bald bestätigt ein Wegweiser meine eingeschlagene Richtung. Ein schmaler, sandiger Pfad führt leicht bergauf. Kaum richtig in Schuss, bin ich schon oben. 135 m ü M. Die Aussicht ist toll, wie versprochen. Das scheint auch ein kleiner Hund (mit Frauchen an der Leine) zu geniessen, er schaut still und andächtig in die Ferne. Das gibt ein gutes Bild, denke ich, und frage aber zuerst. Frau wünscht die Bilder zu bekommen, was ich verspreche (und einhalte).

Die Gegend hier ist interessant, abwechslungsreich und weitläufig. Es vergeht viel Zeit. Überall ist es noch schöner. Ich muss Pause machen und mich mit dem Heimweg befassen. Fahren oder laufen? Beim Laufen erlebe ich mehr; 12 km bis Schneverdingen. Das ist machbar. Jemand knipst ein Bild von mir.

Es zieht sich hin bis Schneverdingen. Unendlich lang, schnurgerade, durch den Wald. Um 18 Uhr will ich "zu Hause" sein. Ich lande beim Heid-Garten. Den muss ich natürlich sehen und zettle auch noch ein Gespräch mit dem Kutscher an.

Er scheint Feierabend zu haben - und wünscht sich Bilder mit seinen Pferden und der Kutsche ........

Fotos von Hamburg sind in Bearbeitung

Fotos Köln sind in Bearbeitung